Zahlen & Fakten

Facts und Figures zum Schienegüterverkehr in Österreich. Alle wichtigen Infos zum Güter-Transport durch ÖBB und private Bahnen auf einen Blick.

1. Marktteilnehmer und Marktanteile

Insgesamt sind in Österreich 27 Eisenbahn-Verkehrsunternehmen (EVU) im Güterverkehr und 9 im Personen- und Güterverkehr tätig.

Der private Güterverkehr konnte seinen Marktanteil im Verkehrsaufkommen (Tonnen) von 29,1 auf 30,2 Prozent steigern, sein Anteil der Verkehrsleistung (Nettotonnenkilometer) erhöhte sich von 26,1 auf 26,9 Prozent. 

2. Leistung

2017 betrug die Güterverkehrsleistung insgesamt 23,5 Milliarden Nettotonnenkilometer. Führend ist dabei die Rail Cargo Group – die privaten Schienengüterunternehmen steigern ihre Verkehrsleistung aber stetig.

Der Anteil des Schienengüterverkehrs am Gesamtgüterverkehr soll sich bis 2025 von aktuell 31 Prozent auf 40 Prozent steigern.

3. Umsatz

Im Jahr 2016 konnte der Schienengüterverkehr 996 Millionen Euro umsetzen und somit entscheidend zur heimischen Wertschöpfung beitragen.

4. Umwelt und Verkehr

Im Vergleich zum Gütertransport auf der Straße ist der Gütertransport auf der Schiene umweltfreundlicher, platzsparender und effizienter: Ein LKW stößt 110mal so viel CO2 aus, braucht dreimal so viel Verkehrsfläche und fährt bei gleichem Energieverbrauch nur rund ein Viertel der Strecke eines Zuges.

5. Herausforderungen für den Schienengüterverkehr

Mögliche Gegensteuerungsmaßnahmen:

  • Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen und Flexibilität der Schiene
  • Anpassung von Fördermitteln – Fördermittel haben in der Vergangenheit (2016) schon ihre Wirksamkeit bewiesen: Pro einem Euro Beihilfe werden externe Kosten in Höhe von 3,39 Euro vermieden.
  • Widmung von Industrie- und Gewerbegebieten in Verbindung mit der Bereitstellung und Nutzung von Anschlussbahnen als bundesweite Regelung
  • Förderung des Ankaufs umweltverträglicher Schienenfahrzeuge
  • Vereinheitlichter und verstärkter Blick auf die Kosten
  • Maßnahmen der Unternehmen zur Lärmreduktion finanziell unterstützen
  • Längere/schwerere Züge zulassen
  • Harmonisierung der Infrastrukturen vorantreiben
  • Förderung von technischen Innovationen europaweit
  • Flexiblere Nutzung von Anschlussbahn-Infrastruktur und Terminals 

 

Bilder: ©FV SCHIENENBAHNEN 

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